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        Burg

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        Burg

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        | 劃詞

        城堡

        Burg Eltz, Ganerbenburg
        Burg Eltz, Ganerbenburg
        Burg zu Burghausen, mit 1051 m Ausdehnung die l?ngste Burganlage Europas
        Burg zu Burghausen, mit 1051 m Ausdehnung die l?ngste Burganlage Europas
        Cadolzburg
        Cadolzburg
        Stift Melk wurde als Burg gegründet
        Stift Melk wurde als Burg gegründet
        Die mittelalterliche Burg Sch?nfels
        Die mittelalterliche Burg Sch?nfels
        Türme der inneren Burganlage auf der Festung Rosenberg
        Türme der inneren Burganlage auf der Festung Rosenberg

        Als Burg wird ein in sich geschlossener, bewohnbarer Wehrbau bezeichnet, epochenübergreifend auch eine frühgeschichtliche oder antike Befestigungsanlage, im engeren Sinn ein mittelalterlicher Wohn- und Wehrbau. Eine herausragende Rolle spielte die Burg im Mittelalter, in dessen Verlauf eine Vielzahl von Burganlagen in Europa entstand und die Burg institutionell eng mit der feudalen Organisationsform der Grundherrschaft verbunden war.

        Zielsetzungen mittelalterliche Burganlagen

        • Reichsburgen und Landesburgen, die in das territoriale Herrschaftssystem eines K?nigs oder Landesherrn eingebunden sind
        • Adelsburgen, die Adligen und ihrem unmittelbaren Gefolge als standesgem??er, wehrhafter Wohnsitz dienen
        • Kloster- und Ordensburgen, die einer klerikalen Gemeinschaft Schutz bieten bzw. Einfluss sichern
        • Stadtburgen bzw. burgartig befestigte St?dte
        • Fliehburgen oder Volksburgen, die einer vollst?ndigen lokalen Bev?lkerung vorübergehend als Rückzugsorte in Zeiten der Gefahr dienen. Hierzu z?hlen auch Kirchenburgen und Wehrkirchen, die in ihrer Funktion als Fliehburg ebenfalls nur tempor?r genutzt wurden.

        Wandel der Bezeichnung

        Im Verlauf des Mittelalters ?nderten sich mehrfach die jeweils gebr?uchlichen sprachlichen Ausdrücke für das, was heute als Burg bezeichnet wird. Das ursprünglich keltische Wort kam über das Lateinische in den althochdeutschen Sprachgebrauch und bezeichnete befestigte Anlagen, Marktst?dte, Siedlungen und Fliehburgen. Burgen in der neuhochdeutschen Bedeutung des Wortes wurden bis zum 13. Jahrhundert überwiegend h?s (?Haus“) und stein genannt (vgl. beispielsweise: Burg Niehuus).

        Im 14. Jahrhundert verbreitete sich die Bezeichnung veste (?Feste“) oder vestunge (?Festung“) für Burgen, im 16. Jahrhundert wurden sie auch als schlos (?Schloss“) bezeichnet. Bei einigen Burgen haben sich diese ?lteren Bezeichnungen noch erhalten, so beispielsweise bei der Veste Coburg oder dem Schloss Chillon.

        Die Ausdrücke ?Burg“ und ?Schloss“ wurden in den Quellen des 16. Jahrhunderts noch synonym gebraucht, daneben kam zu dieser Zeit die Bezeichnung ?Befestigung“ auf. Erst seit dem 19. Jahrhundert werden den Ausdrücken differenzierte Bedeutungen zugeordnet und damit ?Burg“ für ein Bauwerk mit Wohn- und Wehrfunktion verwendet im Unterschied zu ?Schloss“ für einen Repr?sentationsbau.

        In der heutigen architekturgeschichtlichen Verwendung des Wortes wird die mittelalterliche Burg als bewohnter Wehrbau vom neuzeitlichen Schloss als unbefestigtem adligen Wohn- und Repr?sentativbau einerseits und von der rein milit?risch genutzten Festung andererseits unterschieden.

        Geschichtliche Entwicklung

        Frühgeschichtliche und antike Befestigungsanlagen

        Viele frühgeschichtliche Befestigungen und Siedlungen wurden über sehr lange Zeitr?ume bewohnt und immer wieder ausgebaut oder erneuert. Bei diesen Denkm?lern fehlen oft historische überlieferungen, so dass sie nur mit arch?ologischen Methoden erforscht werden k?nnen. Im R?mischen Reich waren Kastelle oder Burgi (sp?tr?misch) als befestigte Truppenstandorte gebr?uchlich. Die Au?engrenzen des Reiches wurden teilweise mit Grenzbefestigungen gesichert (Limes).

        Burgen im frühen Mittelalter

        In der unruhigen Zeit der Sp?tantike und V?lkerwanderung zogen sich R?mer wie Germanen auf H?hensiedlungen zurück. Der Geschichtsschreiber Paulus Diaconus erw?hnte im 8. Jahrhundert in seiner Langobardengeschichte, auf der nicht erhaltenen Historiola des Abtes Secundus von Trient fu?end, für das Jahr 590 zahlreiche castra im mittleren Alpenraum. Ein solches castrum wird heute meist als befestigte H?hensiedlung aus ostgotischer, byzantinischer oder langobardischer Zeit angesehen. Als Beispiele dafür k?nnen Loppio im Trentino, der Vigiliusbühl bei Perdonig oder Castelfeder bei Auer, beide im Etschtal gelegen, angeführt werden. Im Byzantinischen Reich wurden Festungsst?dte kastron genannt.

        Im Fr?nkischen Reich setzte der Burgenbau nach einer Pause im 6. Jahrhundert sp?testens in der Karolingerzeit – besonders seit K?nig Heinrich I. – wieder ein, um die Ostgrenze des Reiches zu sichern. Zu den ?ltesten Anlagen, die bereits aus dem 7. Jahrhundert stammen, z?hlen die Meersburg, die Büraburg, die Am?neburg, die Schwedenschanze bei Stade sowie die Anlagen auf dem Odilienberg und dem Christenberg. Gro?e Gaugrafenburgen entstanden, teilweise durch den Ausbau vorgeschichtlicher Wallanlagen. Zur selben Zeit, das hei?t im sp?ten 8. Jahrhundert und im 9. Jahrhundert, begannen auch die Slawen mit dem Bau von Burgen. Im 10. Jahrhundert wurden in Südwestdeutschland riesige Ungarnw?lle aufgeworfen. Im Vorfeld wurden ausgeklügelte Reiterann?herungshindernisse angelegt, um das Reitervolk zum Fu?kampf zu zwingen. Nach der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg (955) wurde der Ausbau mancher dieser Wallanlagen abrupt abgebrochen, da die Gefahr durch die Niederlage der Ungarn beseitigt war.

        Frühmittelalterliche Burgenanlagen in Mitteleuropa waren zum gr??ten Teil mit Erdw?llen befestigt, die in der Regel mit h?lzernen Aufbauten versehen waren.

        Viele hochmittelalterliche Burgen stehen innerhalb ?lterer, wesentlich gro?fl?chigerer Wallanlagen, deren Zeitstellung nicht immer zweifelsfrei zu kl?ren ist. Festungstechnisch günstige Pl?tze wurden oft über Jahrtausende hinweg benutzt. Bedingt durch klimatische Verbesserungen kam es am Ende des frühen Mittelalters im deutschen Sprachraum zu einem raschen Bev?lkerungswachstum, das die Entstehung einer neuen Gesellschaftsschicht erm?glichte, der Ministerialen. Diese anfangs noch unfreien Dienstleute dokumentierten ihren neuen Status oft durch die Errichtung einer h?lzernen Turmhügelburg, der Motte. Dieser Bautypus war ursprünglich in Westeuropa beheimatet.

        Hoch- und Sp?tmittelalter

        Die Blütezeit des Burgenbaus war das Hoch- und Sp?tmittelalter. Aus dieser Zeit stammt der gr??te Teil der heute erhaltenen Burgen und Ruinen. Der Burgenbau geh?rte aufgrund der schwachen Infrastruktur des mittelalterlichen Europas zu den wichtigsten Mitteln der Machtausübung, weshalb er zu den K?nigsrechten (Regalien) z?hlte. Manche Herrscher lie?en Zwingburgen in aufrührerischen Gebieten oder auch St?dten errichten. Die Pfalzen des Hochadels und der Kaiser waren allerdings ursprünglich nur schwach befestigt.

        Eine der bekanntesten und ?ltesten noch bestehenden Steinburgen ist die Habsburg, deren ?lteste Teile aus dem 11. Jahrhundert stammen. Wirtschaftliche Bedeutung hatten Zollburgen und Talsperren, die den Stra?enzwang durchsetzten und mit ihrem Wegzoll den Ausbau und Erhalt von Handelswegen sicherten - eine wesentliche Voraussetzung für den Aufschwung im Hoch- und Sp?tmittelalter.

        Waren die K?nige der meisten europ?ischen L?nder stark auf den Erhalt ihres Vorrechts zum Burgenbau bedacht, ging dieses Recht im Heiligen R?mischen Reich w?hrend des Sp?tmittelalters auf die Territorialfürsten über.

        über den Einfluss arabischer und muslimischer Wehrarchitektur auf die Entwicklung der europ?ischen Burganlagen ist viel gestritten worden. Sicherlich ist jedoch die eine oder andere Anregung w?hrend der Kreuzzüge nach Europa gelangt. Bei vielen spanischen Burgen ist dieser Einfluss, bedingt durch die Geschichte des Landes, offensichtlich. Aus diesem Grunde ist es im spanischen Burgenbau oft zu eigenst?ndigen Entwicklungen gekommen. Bauten wie etwa die Burg Coca suchen im Rest Europas ihresgleichen.

        Die Rheinstrecke von Mainz bis Bonn ist wohl das bekannteste Beispiel einer deutschen Burgenlandschaft. Klassische ?Burgennester“ sind au?erdem der Pf?lzerwald, die Schw?bische und die Fr?nkische Alb, die fr?nkischen Hassberge u. a. Im deutschsprachigen Teil des ehemaligen ?sterreich ist hier vor allem Südtirol zu nennen; in der Schweiz das Domleschg.

        In dem Umland einer Burg galt der so genannte Burgfrieden, der Fehden streng untersagte. Durch den Burgbann war die im Einzugsbereich einer Burg lebende Bev?lkerung zum Frondienst verpflichtet. Dieser bezog sich überwiegend auf den Wehrdienst und insbesondere auf allt?gliche wirtschaftliche – darunter auch durchaus kuriose – T?tigkeiten. Auf der Burg K?ivoklát wurden z. B. konkrete Personen verpflichtet, Grummet für den k?niglichen Abort bereitzustellen oder Singv?gel zur Vergnügung der K?nigin zu züchten.

        Die Bauzeiten bewegten sich zwischen wenigen Wochen für eine kleine Holz- und vielen Jahrzehnten für eine gro?e Feudalburg. Eine kleinere Steinburg dürfte in drei bis fünf Jahren bezugsfertig gewesen sein und wurde sp?ter meist noch ausgebaut.

        Im Idealfall verwendete man das am Ort anstehende Baumaterial. Die Werksteine konnten gegebenenfalls bereits beim Grabenaushub gewonnen werden, oft haben sich auch Steinbrüche in unmittelbarer N?he der Burg erhalten. In steinarmen Gebieten (etwa Norddeutschland) verwendete man meist Backsteine oder Lesesteine. Die Bauzeit hing vom verwendeten Baumaterial und der Ausführung ab. In den Mauern finden sich oft in regelm??igen Abst?nden kleine ?Rüstl?cher“. Bei dieser Bautechnik wurden beim Hochmauern h?lzerne Stangen vermauert. Auf diese Stangen wurden dann Bretter gelegt. Von dieser Gerüstebene konnte dann in Mannsh?he nach oben gemauert werden. Dieses Prinzip wurde so lange fortgeführt, bis die endgültige Mauerh?he erreicht war. Die oft in den Rüstl?chern verbliebenen Holzreste geben oft mittels der Dendrochronologie Aufschluss über das Alter des Bauabschnittes. Daneben kamen auch kleinere Standgerüste vor, besonders in Innenr?umen. Die Au?enmauern vieler Burgen waren – im Gegensatz zu ihrem heutigen Erscheinungsbild – meistens verputzt.

        Es gab im Mittelalter wesentlich mehr Burgen als heute gemeinhin angenommen. Auch heute auf den ersten Blick burgenarme Gebiete waren im Hochmittelalter übers?t mit mehr oder weniger befestigten Anlagen. Besonders in den ersten Jahrzehnten des Territorialausbaues fand sich in oder bei nahezu jedem gr??eren Dorf eine kleine Burg oder zumindest eine befestigte Hofanlage. Diese Anlagen dienten als Wohnst?tten und vor allem als Statussymbole der zahlreichen Ministerialen, des neu entstandenen Dienstadels. Viele dieser manchmal winzigen Burgen sind in Meierh?fen oder Schl?ssern aufgegangen. Die Herren dieser Burgen waren oft wirtschaftlich nicht stark genug, um sich dauerhaft im Niederadel zu etablieren. Oft gab es auch mehrere Burgen in einer Gemeinde.

        Besonders im Grenzbereich zwischen den Gebieten m?chtiger Territorialherren wurden zahlreiche Burgen zur Sicherung des eigenen Einflusses errichtet. Ein gutes Beispiel ist die auffallende Burgendichte in den fr?nkischen Ha?bergen, wo sich die beiden Hochstifte Bamberg und Würzburg rivalisierend gegenüberstanden.

        Wegen der unterschiedlichen Entwicklung des Lehnswesens und anderer geographischer und politischer Faktoren unterscheiden sich die Burgen der verschiedenen Kulturkreise deutlich. In Deutschland werden die oft gewaltigen Ausma?e der englischen und franz?sischen Wehrbauten meist bei weitem nicht erreicht. Auch hier best?tigt die Ausnahme die Regel: Europas l?ngste Burg ist in Bayern zu finden (Burg zu Burghausen). Die Anlage ist über 1200 m lang. Auch die Deutschordensburgen sind nicht für die deutsche Burg repr?sentativ.

        Im (ehemaligen) deutschen Sprachraum dürften insgesamt über 40.000 mittelalterliche Burgen angelegt worden sein, allein für die heutige Bundesrepublik lassen sich 25.000 Anlagen ermitteln. Diese Anzahl l?sst sich durch die Sonderentwicklung des Lehnswesens im ?deutschen“ Reichsgebiet erkl?ren, die Entwicklung des ?Dienstadels“, der den Gro?teil der Ritter und Edelknechte stellte. Hinzu kommt die territoriale Zersplitterung in kleine und kleinste Herrschaften. Die meisten dieser Wehranlagen sind im Laufe ihrer langen Geschichte inzwischen nicht mehr vorhanden oder nur noch als Burgst?lle erhalten. Einigen Sch?tzungen zufolge sollen bei den heute noch erhaltenen Ruinen deutscher Burgen folgende Gründe für Zerst?rung oder Verfall vorliegen : Aufgabe 25 %, Abbruch 13 %, im Drei?igj?hrigen Krieg 11,5 % durch franz?sische Truppen, insbesondere in den Pf?lzer Kriegen 8 %, Bauernkrieg 6 %, Brand 6 %, Erdbeben 1,5 % usw.; bei 26 % sind die Gründe unbekannt. Das Land mit der gr??ten Burgendichte ist B?hmen.

        Die Entwicklung der Burg verlief in Europa gr??tenteils parallel zu der Entwicklung der Stadtbefestigungen, wobei sich beide Siedlungsformen gegenseitig beeinflussten und über ?hnliche Elemente verfügten. So findet z. B. der Donjon seine st?dtische Entsprechung in den Wohn- und Geschlechtertürmen europ?ischer St?dte. Viele Burgen liegen inmitten der St?dte oder an ihrem Rand und waren so wehrtechnisch mit der Stadtbefestigung verbunden.

        Das Ende des Burgenbaus

        Die Burg verlor ihre Bedeutung als wehrhaftes Bauwerk im 17. Jahrhundert.

        Mit dem Aufkommen der Feuerwaffen ?ndert sich die Befestigungsform der Burg. Ab der zweiten H?lfte des 15. Jahrhunderts entstehen aus Wehrmauern W?lle und aus Mauertürmen Batterietürme sowie sp?ter Basteien und Bastionen. Zun?chst wurden runde Türme gegen die Hakenbüchsen errichtet, sogenannte Rondelle. Ab den 1530er Jahren wurden erste Bastionen errichtet, um den toten Winkel vor den Rondellen zu vermeiden. Das Bastion?rsystem setzt sich endgültig mit der Zitadelle in Jülich ab 1549 durch. So l?sst sich ab dem frühen 15. Jahrhundert eine Trennung von Wehr- und Wohnfunktion innerhalb der Burg beobachten. Durch die Errichtung von W?llen konnten beide Funktionen nicht mehr in einem Bauwerk vereinigt werden.

        Nach dem Drei?igj?hrigen Krieg wurden viele Burgen zerst?rt und nur mit bescheidenen Mitteln wieder aufgebaut. Allerdings zeigten erst die franz?sischen Kriegszüge im sp?ten 17. Jahrhundert, dass Burgen aus milit?rischer Sicht ihren Sinn verloren hatten. Es erfolgten trotzdem Reparaturen an Burgen, die weiterhin als Wohnort oder Verwaltungssitz dienen sollten. Mit der Zeit wurden die Burgen an Nichtadelige verkauft. So blieben viele Burgen genutzt und verteidigungsf?hig, wenn auch nur symbolisch.

        Viele Burgen wurden auch absichtlich abgerissen. In manchen Gegenden bema? sich die Grundsteuer nach der Dachfl?che des Anwesens. Um diese Dachsteuer zu umgehen, deckte man die D?cher von leerstehenden Geb?udeteilen einfach ab. Unbewohnte Burgen wurden aus romantischen Motiven dem Verfall überlassen, um die Anlagen zu pittoresken Landschaftsstaffagen zu machen. In zahlreichen Schloss- und Landschaftsg?rten errichtete man im 19. Jahrhundert künstliche Burgruinen, deren Architekturteile gelegentlich alten Burgen entnommen wurden.

        Zahlreiche Burgen wurden nach dem Mittelalter in Repr?sentationsbauten, sogenannte Schl?sser umgewandelt.

        Das sogenannte Rote Schloss, die Marineschule Mürwik, entstand 1907-1910 nach dem Vorbild der Ordensburg Marienburg.
        Das sogenannte Rote Schloss, die Marineschule Mürwik, entstand 1907-1910 nach dem Vorbild der Ordensburg Marienburg.
        Rekonstruktion einer Turmburg in Kanzach
        Rekonstruktion einer Turmburg in Kanzach

        Nachfolger

        Auch die neuzeitlichen Festungen hatten zun?chst eine gewisse ?hnlichkeit mit einer Burg. Der Schaffhauser Munot in der Schweiz ist dafür ein gutes Beispiel.

        Im 19. Jahrhundert kommt es infolge der Romantik zu einer starken Hinwendung zur Sagen- und Mythenwelt des Mittelalters. In der Burgenarchitektur widerspiegelt sich dies im Historismus. Beispiele hierfür sind das Schloss Neuschwanstein oder die Burg Hohenzollern. Diese Bauten haben allerdings mit den mittelalterlichen Vorbildern wenig gemein. Es handelt sich um Phantasiearchitekturen, die einzelne Elemente der Burgenarchitektur ins Groteske übersteigern. Neuschwanstein wurde gar von einem Bühnenbildner entworfen. Aber auch etablierte Forscher wie Bodo Ebhardt beteiligten sich mit Restaurierungen, wie etwa der Hohk?nigsburg im Elsass, an der Romantisierung des Bildes der mittelalterlichen Burg. In all diesen F?llen wurden bedeutende Reste originaler Wehranlagen beseitigt, das nachgemachte Mittelalter wurde dem echten vorgezogen. Diese Bauten pr?gen bis heute die Vorstellung vieler Menschen von einer mittelalterlichen Burg.

        Im Jahr 1907 wurde die Marineschule Mürwik in Flensburg errichtet, bei der Adalbert Kelm sich am Bau der Ordensburg Marienburg orientierte. Der Bau sollte der Kaiserlichen Marine dienen. Er wurde im Jahr 1910 fertiggestellt und durch Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Noch heute wird das sogenannte Rote Schloss von der Deutschen Marine genutzt.

        Auch im Nationalsozialismus wurde mit dem Bau von sogenannten Ordensburgen wie Sonthofen oder Vogelsang, beziehungsweise dem Umbau von bestehenden Anlagen wie der Wewelsburg oder der Burg Trifels auf den Mythos der mittelalterlichen Burg Bezug genommen.

        In den letzten Jahrzehnten hat die Burgenforschung in Europa gro?e Fortschritte gemacht. Bedingt durch den Einzug der Mittelalterforschung wurden zahlreiche Burgen untersucht und als Denkm?ler gesichert oder restauriert.

        Im Rahmen der experimentellen Arch?ologie werden seit einigen Jahren auch mittelalterliche Burgen mit alten Bautechniken und Werkzeugen nachgebaut. In Schleswig-Holstein wurde ab 2003 bei Lütjenburg eine Turmhügelburg rekonstruiert und in Kanzach eine aufw?ndigere h?lzerne Niederadelsburg. Bedeutend ist der vor einigen Jahren begonnene Nachbau einer Steinburg im franz?sischen Guédelon.

        Auf der japanischen Insel Miyako-jima wurde im deutschen Themenpark die rheinische Marksburg in Originalgr??e nachgebaut.

        Lage

        Kennzeichnend für eine Burg war ihre überh?hung über das umgebende Gel?nde sowie der kontrollierte Zugang. Im Gebirgsraum errichtete man H?henburgen auf Bergspornen, an H?ngen und h?ufig auf schwer zug?nglichen Bergh?hen. Im Flachland wurden dagegen auf künstlichen Erdanh?ufungen mit umlaufender Mauer und umgebendem Wassergraben, sogenannte Motten, angelegt. Im Mittelgebirgsraum kommen sowohl H?hen- und Wasserburgen vor, wobei Letztere in erster Linie von Angeh?rigen des niederen Adels (sog. kleinen Herrschaftstr?gern) angelegt worden sind.

        Die Lage hatte zwangsl?ufig einen einschneidenden Einfluss auf die Gr??e und Ausstattung einer Burganlage. Kennzeichen der typischen deutschen Burg ist die manchmal spektakul?re Lage auf hohen Bergkuppen und Felskl?tzen. W?hrend die gro?en Burgen Englands und Nordfrankreichs in der Regel auf eher niedrigen Hügeln – oder im Flachland – liegen und die Grundrisse hier wesentlich regelm??iger sind, folgen ?deutsche“ Burgen meist den vom Gel?nde vorgegebenen Bedingungen.

        Wenn Schutz durch Steilh?nge oder Felsbarrieren vorhanden war, konnte auf aufwendige Hochbauten meist verzichtet werden. Die Baumassen unserer Burgen fallen deshalb meist vergleichsweise bescheiden aus. ?hnliche geographische Bedingungen führten oft zu sehr ?hnlichen Ergebnissen in weit entfernten Gebieten. So wirken zahlreiche Burgen etwa Südfrankreichs oder Osteuropas sehr vertraut auf den mitteleurop?ischen Betrachter. Die ?ltere Forschung hat hier oft f?lschlicherweise einen direkten ?deutschen“ Einfluss unterstellt. Nationalistische Burgenkundler sahen gar in allen gro?en Burgsch?pfungen Europas germanischen Formwillen.

        Wichtige bauliche Elemente

        Schulbild einer Ritterburg Adolf Lehmanns kulturhistorische Bilder. Leipziger Schulbildverlag
        Schulbild einer Ritterburg Adolf Lehmanns kulturhistorische Bilder. Leipziger Schulbildverlag

        Der bis heute augenf?lligste Bestandteil vieler mittelalterlicher Burgen ist der Turm, der entweder als Wohnturm, im angels?chsischen Raum Keep und in Frankreich Donjon genannt, oder als Bergfried ausgepr?gt war. Als Bergfried wird in der deutschsprachigen Burgenliteratur der Hauptturm einer Burganlage bezeichnet, der nicht für eine dauerhafte Wohnnutzung vorgesehen war, sondern in erster Linie Wehr- und Statusfunktionen übernahm. Wohntürme vereinigten in der Regel beide Funktionen. H?ufig wurde die Burganlage durch weitere Türme insbesondere an den Toren sowie Mauer- und Flankierungstürme erg?nzt. Die Burg war von einer Mauer und weiteren Befestigungen wie Burggraben, Wall und anderen Ann?herungshindernissen (Gebück, Hecke, Verhau) umgeben. Bei den Mauern wird je nach H?he und Auspr?gung zwischen Ringmauer, Mantelmauer und Schildmauer unterschieden. Von einzelnen Vorl?ufern abgesehen wurde ab dem 13. und 14. Jahrhundert der Umfassungsmauer h?ufig eine Zwingermauer vorgelegt.

        Turmtreppe von Caernarfon Castle, Wales (um 1300)
        Turmtreppe von Caernarfon Castle, Wales (um 1300)

        Das Gel?nde innerhalb der Burg wurde durch zahlreiche Geb?ude genutzt und gegliedert, wobei sich weitere verteidigungsf?hige Abschnitte ergeben konnten. Eine zentrale Rolle, die von der ?lteren Forschung jedoch h?ufig untersch?tzt wurde, kommt der Wohnarchitektur zu. Das Hauptgeb?ude früher hochmittelalterlicher Burgen war ein saalbauartiges Wohngeb?ude – der Palas. Er beinhaltete einen gro?en Saal, der wegen der schlechten Beheizbarkeit überwiegend im Sommer genutzt wurde, w?hrend im Winter die Kemenate der bevorzugte Wohnraum war. Sp?ter verfügten Burgen über verschiedene Arten von Wohnbauten oder Wohntürmen.

        Neben den zumeist sehr repr?sentativen Wohnbauten gab es insbesondere in den Vorburgen noch weitere Wohn- und Wirtschaftsgeb?ude wie Werkst?tten, Backh?user, St?lle oder Lagerr?ume. Eine besondere Herausforderung stellte bei den H?henburgen die Wasserversorgung dar. Sie wurde durch Zisternen, in denen das von den D?chern der Geb?ude ablaufende Regenwasser gespeichert wurde, oder mit Hilfe von Eseln als Transporttieren über eigens hierfür angelegte Eselswege sichergestellt. Zumeist erst im sp?ten Mittelalter wurden Burgbrunnen angelegt, die auch betr?chtliche Tiefen erreichen konnten (Beispiel: der 176 m tief in den Fels getriebene Brunnen der Reichsburg Kyffhausen).

        Den meisten Burgen war ein Wirtschaftshof zugeordnet, der die Versorgung der Burginsassen mit den notwendigen Gütern sicherstellte. Bei gr??eren Burgen war der Wirtschaftshof manchmal in der Vorburg untergebracht. Bei H?henburgen stand er meist im Tal unterhalb der Burg. Bei einigen Burgen haben sich diese H?fe bis heute erhalten und werden noch bewirtschaftet.

        Funktion und Alltag

        In der Burgenforschung streitet man sich in den letzten Jahren über die Zweckbestimmung der mittelalterlichen Burg. W?hrend die eine Fraktion den Wehr- und Trutzcharakter der Anlagen in den Vordergrund stellt, sieht die andere Gruppe die Burg vorrangig als Machtsymbol (z. B. Joachim Zeune). Viele Burgen wurden an Handelswegen errichtet, um die Einnahme von Wegzoll zu sichern und dafür den Stra?enzwang durchzusetzen; oftmals wurde das Lehen auch mit den Zolleinnahmen verbunden oder mit der Verpflichtung zum Unterhalt eines Stra?enabschnitts.

        Mittelalterliche Architektur hatte immer auch einen hohen Symbolgehalt: Burgen waren Statussymbole und Machtzeichen. Sie boten aber auch realen und psychologischen Schutz, zumindest vor kleineren marodierenden Banden oder wilden Tieren. Nicht zuletzt wollte man sich auch von der abh?ngigen Bev?lkerung distanzieren und konnte notfalls das Tor hinter sich zusperren.

        Gr??eren Belagerungen konnten die meisten deutschen Burgen nicht auf l?ngere Zeit widerstehen, einige Monate oder Jahre Widerstand sind jedoch belegt. Hier muss man berücksichtigen, dass eine solche Belagerung für den Angreifer ?u?erst kostspielig werden konnte. Wenn der Feind aus finanziellen Gründen von einer Belagerung oder einem Angriff absah, hatte der Burgbau seinen Zweck erfüllt. Aus diesem Grunde ist auf zahllose Burgen nie ein einziger Schuss abgefeuert worden. Manchmal war es preiswerter, eine kleine Trutzburg als Belagerungsburg in der N?he zu errichten und die Burg von dort zu belagern (z. B. Burg Trutzeltz gegen die Burg Eltz). Im Falle einer Fehde wurde die Burg meist einfach umgangen, man plünderte lieber die D?rfer und H?fe des Gegners aus, um ihm seine wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. Auch aus diesem Grunde waren viele D?rfer mit einer leichten Befestigung versehen. Wall und Graben oder eine dichte Dornenhecke sind h?ufig nachweisbar, die Eing?nge waren durch Torh?user bewehrt. Bedeutendere M?rkte hatten oft eine massive Steinmauer mit Wehrtürmen und Toren, waren also stadt?hnlich ausgebaut. Die vor- und frühmittelalterlichen Wallanlagen wurden oft noch bis in die Neuzeit hinein als Verstecke und Viehbergen benutzt (Schwedenschanzen). Gelegentlich fand die gebeutelte Bev?lkerung auch kurzfristig in der Burg ihres Herren Unterschlupf. Bei einzelstehenden H?fen wurden oft die Speicher bewehrt (Wehrspeicher).

        Die Zahl der waffenf?higen M?nner auf einer Burg war nicht selten ?u?erst gering, manchmal war nur der Burgherr mit seinen S?hnen und einigen Knechten zur Verteidigung bereit. Okkupationsburgen konnten hingegen hunderte oder gar tausende von Kriegern aufnehmen (Krak des Chevaliers, Marienburg).

        Der Alltag auf einer kleinen mitteleurop?ischen Adelsburg unterschied sich doch sehr von dem auf einer der gro?en Hofburgen des Hochadels. Zwar versuchten auch die kleinen Ministerialen, der h?fischen Kultur nachzueifern und lieferten oft bedeutende Beitr?ge zu dieser, ihr t?gliches Leben verlief meist jedoch vergleichsweise bescheiden. Oft sicherten nur wenige H?fe und Leibeigene das Auskommen der Burgleute, die h?ufig selbst hinter dem Pflug gehen mussten. Die Lebensverh?ltnisse auf den kleinen Burganlagen waren eher b?uerlich gepr?gt. Es herrschte meist r?umliche Enge auf der Burg, die auch Platz für die Tierhaltung bieten musste. Im Winter war die Kemenate oft der einzige gut beheizbare Raum, daneben konnten tragbare Kohlebecken für W?rme sorgen. Das t?gliche Leben spielte sich überwiegend drau?en ab, die M?nner gingen zur Jagd oder auf das Feld, die Frauen waren mit den t?glichen Haushaltsarbeiten besch?ftigt und mussten die Dienstboten beaufsichtigen. Diese Alltagspflichten lie?en nur wenig Gelegenheit zum Mü?iggang. Beliebte Zeitvertreibe waren hier bei den Damen die Handarbeit und auch Brettspiele. So wurde etwa auf dem ?Teufelsstein“ in den Hassbergen ein Mühlebrett in den Felsboden geritzt. H?hepunkte im Burgalltag waren die seltenen Besuche der fahrenden S?nger und Geschichtenerz?hler (Minnes?nger), die von Burg zu Burg zogen. Als Kinderspielzeuge wurden geschnitzte Ritterfiguren und Puppen gefunden. Diese wertvollen Zeugnisse des Alltagslebens findet man heute bevorzugt in den alten Abfallgruben und unter den Aborterkern. Diese Aborterker, die von Unkundigen h?ufig für Wehrerker gehalten werden, haben sich in zahllosen Beispielen an den Au?enmauern erhalten. Oft führte von diesen Abtritten ein langer h?lzerner Schacht senkrecht in den Burggraben, die F?kalien fielen also nicht offen zu Boden.

        Viele Burgen entwickelten sich im Laufe ihrer Geschichte zu regelrechten Mehrfamilienburgen. Durch Erbteilungen und Verk?ufe wurden den bestehenden Geb?uden in mehrere eigenst?ndige Wohneinheiten aufgeteilt. Diese für Deutschland typische Burgform nennt man Ganerbenburg.

        Turniere gab es auf den Burgen nur selten. Diese mittelalterlichen Volks- und Sportfeste wurden meist in der N?he gr??erer St?dte abgehalten. Die Turnierwiesen, die sich innerhalb oder bei zahlreichen Burgen finden, wurden in der Regel erst sp?ter so benannt.

        So beengt die Raumverh?ltnisse oft auch gewesen sein m?gen, Platz für eine St?tte religi?ser Andacht fand sich auf praktisch allen Burgen. Gr??ere Anlagen hatten eine, manchmal reich ausgestattete, Burgkapelle, kleinere begnügten sich mit einer Altarnische oder einem Kapellenerker. Oft finden sich Torkapellen über den Burgeing?ngen, das Tor als Schwachstelle der Burg wurde also unter besonderen ?g?ttlichen“ Schutz gestellt. Die Kapellen dienten h?ufig auch als Grablegen der Burgherren.

        Typologie der Burgen

        Burgen
        Burgen

        Unterscheidung nach der Topographie

        Nach der topographischen Situation unterscheidet man grunds?tzlich H?henburgen und Niederungsburgen. Dieser Kategorisierung entziehen sich Talsperren, da sie beide Elemente vereinen.

        H?henburg

        Niederungsburg

        Unterscheidung nach der Funktion

        Besondere Bauweisen

        Weitere Burgtypen

        Ausnahme
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